Die Renaissance in Mantua

Die Familie Gonzaga wurde 1328 zur Herrscherin von Mantua, nachdem sie die Familie der Bonacolsi ausgestoßen hatte.

Den Gonzagas ist der weitere Ausbau sowie die zauberhafte Blütenpracht der Stadt Mantua zu verdanken. Unter der Herrschaft des Marquis Ludovico II begann die renovatio urbis (Stadtrenovierung). Viele Künstler boten sich an, um an der Modernisierung und Bereicherung der Stadt beitragen zu dürfen; darunter Andrea Mantegna, der für den Marquis das Zimmer „Camera Pietà“ oder "Camera degli Sposi" (Zimmer der Brautleute) realisierte. Leon Battista Alberti wurde mit der Instandsetzung der Basilika von Sant' Andrea und mit dem Bau des Tempels des Heiligen Sebastians, gegenüber der Isola del Te, beauftragt. An diesem Ort wurde später Palazzo Te und Villa di Delizie von Giulio Romano errichtet. Jedes Gebäude, das außerhalb des antiken Stadtkerns entstand, musste bei der Herrschaft für Begeisterung sorgen, einschließlich die öffentlichen Bauten wie die Fischläden (pescherie), die von Giulio Romano entworfen wurden und für den Fischhandel bestimmt waren.

Zu jenem Zeitpunkt bereicherte sich der Herzogspalast der Gonzaga mit Werken berühmter Künstler und mit klassischen Fundstücken, die heute die künstlerischen Sammlungen der Stadt repräsentieren. Im Stadtmuseum San Sebastiano, im Museo Diocesano und im Museum des Herzogspalast (Palazzo Ducale) sind heute beeindruckende Kunststücke zu bewundern. Bedeutende, städtische Bauwerke aus der Renaissance sind: Casa-Bottega des Kaufmanns Boniforte in Piazza Erbe, im venezianisch-gotischen Stil; der Haus-Laden des Viani in Piazza Marconi, mit Fresken von Andrea Mantegna aus dem 15. Jhr., die bis heute beinahe unversehrt erhalten sind. Sehenswert ist das imposante Haus von Mantegna mit besonderem, kreisförmigem Pflanzenwuchs im Innenhof. Das Haus ist derzeit auch Gastgeber vieler Kunstausstellungen. Auf die Liste der Renaissance Bauwerke von Mantua gehört auch das Haus von Giulio Romano (nur teilweise zu besichtigen).

Möchten Sie die erste zu wissen, zu sein?

Abonnieren Sie unseren Newsletter und erhalten Angebote Vorschauen
oder
Folgen Sie uns