Die Wohnsitze der Prinzen

Die Gonzagas wohnten in prestigeträchtigen Residenzen. Die antikste, und, aus architektonischer Sicht, komplexeste, ist Palazzo Ducale (Herzogspalast), der mit seinen herrlichen Sälen und mit den zahlreichen durch Korridoren und Galerien verbunden Nebengebäuden, Innenhöfen, Plätzen, und Gärten – eines davon ist ein Dachgarten - zu einem der größten Königspaläste Europas gehört.
Während des gesamten 17. Jhr. war er der offizielle Wohnsitz der Herren von Mantua. Im Laufe der Jahre wurden aber ästhetische Änderungen und Anpassungen entsprechend der diversen Epochen vorgenommen. In seinen Räumen sind Kunstwerke aus dem 15. und 16. Jhr. zu bewundern wie der Freskenzyklus des Malers Antonio Pisano (Pisanello), Camera degli Sposi von Andrea Mantegna im Schloss San Giorgio, die kunstvolle Kunsttischlerei im Studio von Isabella d’Este in Corte Vecchia. Die Troia-Wohnung von Giulio Romano in Corte Nuova und der komplette Zyklus der flämischen Wandteppiche, die nach den Zeichnungen von Raffaello gewoben wurden.

Am gegenüberliegenden Pol der Stadt befinden sich die privaten Wohnungen und die Vertretung der Gonzaga. Der Palast di San Sebastiano, der anfangs 16. Jahrhunderts auf Wollen von Francesco II erbaut wurde, beherbergte die neun Gemälde des Malers Mantegna, die den Triumphzug von Cäsar darstellen. Heute sind die Kunstwerke in Hampton Court (London) aufbewahrt. Der Palast ist heuer Sitz des Stadtmuseums, worin Werke ausgestellt sind, die von den bedeutungsvollsten Momenten der Stadt Mantua erzählen.

Palazzo Te, auf Wollen von Federico II errichtet, war ein Lustschloss, wo sich der Prinz intimen, intellektuellen Momenten hingeben konnte. Es handelt sich um ein Meisterwerk von Giulio Romano und wurde in den Jahren zwischen 1525 und 1535 erbaut. Im Palast befindet sich der Pferde-Saal (Sala dei Cavalli), der den kostbaren Zuchtpferden der Gonzaga gewidmet war, Camera di Amore e Psiche (Zimmer der Liebe und der Psyche), um prominente Gäste zu empfangen und Bankette und Dinner zu organisieren. Zum Schluss die Camera dei Giganti (Zimmer der Riesen) mit eindrucksvollen, akustischen und visuellen Effekten, die zu Ehren von Kaiser Karl V realisiert wurde, der Friedrich II den Herzogstitel verliehen hatte.

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