Im Mittelalter

Um das Jahr 1000 wurde Mantua zum Besitztum der mächtigen Familie Canossa und unter der Führung von Bonifatius zur glorreichen Hauptstadt gekürt. Seine Tochter, Mathilde, welche den Bau der antiksten Kirche – Rotonda di San Lorenzo – in Auftrag gab, übernahm anschließend das Amt an. Der Grundriss der Kirche ist ein Rundbau, welcher anfangs 20. Jahrhundert restauriert wurde, mit einer Emporenzone im Innenraum, wo noch heute originale Fresken aus der byzantinischen Kunstschule zu bewundern sind.

 

Mit dem Tod der Marktgräfin Mathilde wurde Mantua zu einer freien Stadt und die erste bauliche Stadterweiterung wurde von Alberto Pitentino im Jahr 1190 vollbracht. Er veränderte den Lauf des Flusses Mincio, um kleine Seen rund um die Stadt zu schaffen. Die zahlreichen Stadttürme sind ebenfalls diesem Zeitraum zuzuordnen. Allen voran der Turm der Familie Acerbi, auch „Torre della Gabbia“ (Käfigturm) genannt, aufgrund seiner Konstruktion mit Balken und Mauerwerk, wo die Gefangenen zum Gespött des Volkes wurden. Palazzo della Podestà ist eine weitere Sehenswürdigkeit. Dieses Bauwerk wurde im 15. Jhr. von Luca Fancelli restauriert und auf der Fassade ist die Statue des Vergil zu sehen. Zu besuchen auch die Masseria, wo die antikste Freske mit der Abbildung der Stadt zu bewundern ist. Besuchenswert ist auch Palazzo della Ragione, heutige Justizverwaltung, in Piazza Erbe wo einst wie heute der Wochenmarkt stattfindet. Ebenfalls aus dem Mittelalter stammt die Kirche Santa Maria del Grardaro (1256) außerhalb der Stadtmauern.

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